Wir haben zwar letztes Jahr schon ein bißchen was im Garten gemacht, wie z. B. den Vorgarten angelegt und im hinteren Teil eine Thuja entfernt, doch zum einen waren wir ja vorrangig mit der Hausrenovierung beschäftigt und zum anderen hatten wir da auch noch eine Mieterin, welche einen Teil des Gartens beanspruchte (obwohl der ihr lt. dem von uns beim Hauskauf übernommenen Mietvertrag gar nicht zustand) und die uns viele Schwierigkeiten machte. Zudem behauptete sie zwar den Garten mündlich mitgemietet zu haben, gekümmert hat sie sich um dessen Pflege allerdings nicht.
Nur ein Beispiel: Beim Fällen der halb abgestorbenen schiefen Thuja, ließ sie die Polizei, das Ordnungsamt und den Bund für Naturschutz antanzen, was dann mit einer Geldstrafe von 35.- Euro für uns endete, weil wir das Ding in der Vegetationsperiode gekappt haben. Puh, mit dieser Person hatten wir wirklich viel auszustehen. Egal, uns ärgert sie jetzt nicht mehr.
Wie oben schon geschrieben, verdecken wir mit der Holzwand nun das Zaunflickwerk des dahinterliegenden Grundstücks. Dessen Riesendachterrasse mit den gelbbraunen Balkonbrettern (sieht man auf dem ersten Foto im Hintergrund) können wir allerdings nicht verdecken. Diese Terrasse würde meiner Meinung nach hübscher und freundlicher aussehen und nicht so auffällig wirken, wenn die Balkonbretter weiß gestrichen werden würden. Ich würde ja auch zu gerne unsere neue Holzwand streichen, doch da habe ich keine Chance. Da rede ich buchstäblich gegen eine Wand - denn wenn alles mit Pflanzen berankt ist, käme man da zum Streichen nicht mehr dran. Hm. Viel lieber wäre mir ja eine Bruchsteinmauer gewesen oder als Alternative eine verputzte Mauer, in der zartgelben Farbe unseres Hauses. Zuerst waren auch alle damit einverstanden, doch hat sich die Mehrheit gegen mich durchgesetzt und so ist es eben nun Holz geworden. Allerdings hat Holz ja nicht das ewige Leben und irgendwann komme ich schon noch zu meiner Mauer! Naja, also an die Holzwand kommen verschiedene Clematis und davor 6 Hortensien Annabelle, alle schon gekauft.
Nächste Woche kommt das Carport für meinen kleinen Flitzer und daran setze ich die Kletterrose Veilchenblau, die ich schon in meinem fränkischen Garten hatte und von der nicht nur ich total begeistert bin. Bei mir hatte ich sie an eine Seite der Hausfront gesetzt und binnen einiger Jahre wuchs sie bis zum Dach und wenn sie Ende Mai verschwenderisch anfing zu blühen, blieben die Spaziergänger oft zum Schauen stehen.
Durch den Garten wird ein geschwungener Weg führen (leider gekiest und nicht gepflastert; das Granitkleinpflaster, das mir vorschwebte, ist halt auch eine erhebliche Kostenfrage), allerdings habe ich mich aber teilweise durchgesetzt, denn er wird nicht 1,50 breit sondern nur 1,00. Im hintersten Scheunenanteil steht ein Pkw-Anhänger und wegen diesem hätte der Weg so breit werden sollen. Mein Vorschlag, den Anhänger doch hochkant im Carport unterzubringen und ihn somit nicht mehr durch den Garten transportieren zu müssen (Platz im Carport ist ja genügend, weil ich ein kleines Auto habe), wurde angenommen und darüber bin ich sehr froh. Der hintere Gartenanteil ist nur etwa 360 qm und ich finde, daß ein 1,50 breiter Weg einfach zu viel Fläche weggenommen hätte und auch von den Proportionen her zu dominant gewesen wäre.
Jedenfalls freue ich mich sehr, wenn wir die Gestaltung der Scheune in Angriff nehmen werden, denn das wird mein Projekt sein. Und dafür habe ich schon einige Ideen.
