Sonntag, 18. Oktober 2009

tolle Flohmarktfunde und ein liebes Geschenk

diese schöne Gips-Madonna ist mein gestriger Flohmarktfund


bei dem schlechten Licht heute sind leider nicht alle Fotos wirklich scharf, obwohl ich mit verschiedenen Standorten experimentiert habe


ihren Platz hat diese Madonna erstmal auf dem Vitrinenschrank im Eßzimmer, doch da wurden die Fotos schon gleich gar nichts


die rechte und sehr große Madonna ist ebenfalls aus Gips und ich habe sie vor vielen Jahren erworben


das Gesicht der großen Madonnenfigur (derlei Heiligenfiguren kann man heute noch in bestimmten Gegenden hinter Giebelfenstern alter Bauernhäuser sehen, wo sie Haus und Hof beschützen sollten)


diese Mini-Staffordshires sind ein echter Überraschungsfund und aufgrund der Beschaffenheit des "Fells" ist ersichtlich, daß sie um die 100 Jahre alt sind








die alte Blechdose mit Rosenmuster und die schweren Kristall-Teelichthalter haben mir auch so gut gefallen, daß ich sie mitgenommen habe





die Filetgarnknäule fand ich heute an einem Haushaltsauflösungsstand, für nur 30 Cent pro Stück. Dort gab es auch Wolle (die Farben waren nur nicht so mein Ding), Stickgarn und Nähseide.


Und diese wunderschöne und von Tanja so liebevoll gestaltete Karte hat mir Tanjas Homestyle verehrt. Liebe Tanja, ich freue mich ganz doll darüber, ganz lieben Dank!





Gestern war ich auf einem netten kleinen Flohmarkt und heute sogar auf zweien. Es waren kleine Märkte, was sicherlich auch am regnerischen Wetter lag, und die beiden von heute waren auch eher enttäuschend, was das Angebot anbetraf.
Dahingegen fand ich gestern diese wunderschöne und sehr gut erhaltene Gips-Madonna, zwei schwere Kristall-Teelichter, eine alte Schachtel aus Blech mit Rosenmotiv und nicht zuletzt die tollen kleinen Porzellanhunde, welche echte Staffordshires sind, gefertigt um die Jahrhundertwende. In dieser Minigröße (sie sind lediglich 8 cm hoch) habe ich sie noch nie gesehen und sie erinnerten mich sofort an den wunderbaren Staffordshire Dog in Miss Biggis Blog-Header.

Heute fand ich nur das Filetgarn, dafür aber in schönen Pastellfarben.

Der Herr, dem ich die Mini-Staffordshires abgekauft habe, hatte auch eine wunderschöne und dekorative kleine Reiseschreibmaschine von 1910 dabei, aber 200.- Euro, uff.

Heute habe ich auch noch ein schönes blauweißes Service mit vielen Teilen gesehen, für lediglich 10.- Euro. Herzblatt hat mich aber mal wieder gebremst und es war auch ein Riesenkarton voll gewesen, den er dann hätte schleppen müssen. Also ich glaube, künftig gehe ich vielleicht öfters mal alleine auf den Flohmarkt, denn mein Mann saust immer regelrecht durch und wenn ich was interessantes finde, redet er es mir wieder aus. Beim Madonnenkauf gestern war er nicht dabei, denn da hätte er sicherlich auch gemeint, "Du hast doch schon so eine". Jedenfalls bin ich sehr glücklich über meine Funde.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

viele, viele Herzchen












Jetzt muß ich doch mal wieder was selbstgemachtes zeigen. Eigentlich häkele ich ja an zwei anderen Projekten, die sind auch größer und das eine davon hat rein dekorativen Zweck, das andere ist eher praktisch. Doch da habe ich noch einiges zu tun und beide sind noch nicht fertig. Daher zeige ich euch heute meine kleinen Herzchen mit Röschen, verwendbar als Taschenbaumler oder Tür- und Schrankhänger.
Falls jemand eines haben möchte, denn soviele brauche ich ja wirklich nicht, dann einfach eine kurze Mail an mich oder einen Kommentar, mit Farbwunsch. Für 3,50 + Versand gehen sie dann auf die Reise.
Und auf den unteren Bildern seht Ihr die süßen selbstgenähten Herzchen von Sylvia von www.taeuschchen.blogspot.com, die sie bei mir gegen eine Katzen-Teekanne aus meinem Flohmarkt-Blog eingetauscht hat. Liebe Sylvia, wie Du weißt hatte ich ja mit einem oder zwei Herzchen gerechnet und nicht mit sovielen! Nochmal ganz herzlichen und lieben Dank dafür!

Montag, 12. Oktober 2009

Danke

Danke für eure vielen lieben Kommentare zu meinem letzten Post. Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht und lange darüber nachgedacht und so ist es wohl das Beste.
Und weil Ihr mir alle so lieb zugesprochen habt, möchte ich euch heute mit wunderschönen Dekobildern erfreuen. Die Aufnahmen habe ich hier in unserem Städtchen gemacht; da ist ein alter Hof so schön mit hunderten von Kürbissen dekoriert. Es sind übrigens 160 verschiedene Sorten und von Riesenkürbissen bis Minikürbissen ist wirklich alles dabei.
Viel Spaß beim Betrachten der Bilder.

Eure Tanja












Geschenk und Entscheidung








Hallo Ihr Lieben,

ich habe ja vor kurzem geschrieben, daß ich mittlerweile 2 Teilzeitjobs angenommen habe und die letzten Tage war ich sehr eingespannt in der Betreuung der schwer an multipler Sklerose erkrankten Frau. Eine sehr schwierige Aufgabe, denn die Frau ist quasi schon komplett gelähmt und sehr schwach. Für beide Teile eine Situation, die sehr viel abverlangt. Ich bringe einiges an Erfahrung aus meiner jahrelangen Nebentätigkeit in einem Krankenhaus mit und habe auch schon eine einzelne Person länger gepflegt. Doch diese Aufgabe hier war sehr speziell. Wenn jemand, der noch dazu jung ist, bei vollem Verstand mit erleben muß wie es ständig mit ihm bergab geht, er immer schwächer wird und immer weniger selbst machen kann - bei allem Einfühlungsvermögen kann eine gesunde Person sich das nicht wirklich vorstellen. Jemand der tagein, tagaus ans Haus gefesselt ist, bei der Pflege unglaublich viel Nähe zulassen muß und keinerlei Privatsphäre mehr hat, fixiert sich sehr auf sich selbst und entwickelt mit der Zeit 1000 verschiedene sinnvolle und auch weniger sinnvolle Rituale an die er sich klammert. Diese Rituale sind für Außenstehende nicht immer ganz nachvollziehbar.
Und dann komme ich, zwar mit Erfahrung und Einfühlungsvermögen aber wohl auch zu großer Zurückhaltung. Und es wurde immer deutlicher, daß es nicht funktioniert. Die zu pflegende Person wurde zusehends aggressiver und ich habe mir den Kopf zerbrochen wie ich alles perfekt machen kann und perfekt war nicht gut genug.
Zusammen mit mir hat noch jemand dort angefangen und bereits nach 2 Tagen das Handtuch geworfen. Ich sagte mir, ich halte das durch und es kann nur besser werden. Doch wer kann schon nachempfinden, wie es in einer jungen Frau aussieht, die keinen Handgriff mehr alleine machen kann und die sehr bewußt erlebt, wie ihre Kräfte immer mehr nachlassen.
Ich bin die letzten Tage sehr traurig und still nach Hause gekommen, war todmüde und konnte aber kaum schlafen. Da habe ich eingesehen, daß das für beide Seiten nicht gut ist und gestern nach der Arbeit gekündigt. Es tut mir sehr leid denn ich war hochmotiviert und der Job ließ sich zeitlich prima mit meinem anderen Job vereinen. Auch die anderen Pflegerinnen sind in der gleichen Situation; für alle ist es physisch und psychisch sehr schwer und es herrscht eine hohe Fluktuation; momentan haben 3 gekündigt und ich wäre Ersatz gewesen.
Ich kann mich nicht souverän über Aggressionen und Ablehnung hinwegsetzen und wurde dadurch immer unsicherer, was natürlich nicht unbemerkt blieb. Nicht gut, denn es ließ sich kein Vertrauen aufbauen, was in einer solch engen Beziehung zwischen Pfleger und Pflegeperson unabdingbar ist.
Ich wünsche der jungen Frau von Herzen viel innere Kraft und Mut und Zuversicht für ihr weiteres Leben.

Um mich abzulenken hat mein lieber Mann mich gestern nachmittag auf einen schönen großen Trödelmarkt entführt; kaum hatten wir die ersten Stände gesehen, kam ein dringender Anruf und wir mußten mal wieder weg. Auf dem Rückweg kamen wir nochmal an dem Markt vorbei und es wurde bereits abgebaut. Gleich am zweiten Stand hatte ich zu Anfang mit der oben zu sehenden schönen alten Hakenleiste geliebäugelt und als wir das 2. Mal dort auftauchten, hatten die Verkäufer aber schon fast alles zusammengepackt. Ich schlenderte weiter zu einem anderen Stand, der noch vollständig aufgebaut war um mich dort umzusehen, mein Mann war wie immer irgendwo. Schließlich gingen wir zurück zum Auto und mein Herzblatt hatte auf einmal eine Tüte in der Hand. Und daraus zauberte er mit einem lieben Lächeln die begehrte Hakenleiste. Ist das nicht lieb? So wie ich ihn kenne kann er nicht verstehen was mir an diesem Teil gefallen hat, doch wollte er mich etwas trösten und hat es mir geschenkt. Das sind die Momente in denen ich ganz genau weiß warum ich ihn geheiratet habe.
Die Leiste werde ich weiß anpinseln und dann etwas Wischtechnik ausprobieren und die fehlenden Haken werde ich ersetzen und ich weiß auch schon, was ich daran aufhängen werde. Wenn die Leiste fertig ist, werde ich sie nochmal zeigen. Die beiden kleinen Porzellanschildchen (Jugendstil), die über der Leiste zu sehen sind, habe ich vor vielen Jahren mal auf einem fränkischen Antikmarkt erworben.

Liebe Grüße,
Tanja

Freitag, 9. Oktober 2009

Herbstspaziergang

Am Mittwoch hatten wir einen wunderschönen Herbsttag mit unglaublichen 30 Grad bei strahlendem Sonnenschein. Also schnappte ich mir die Jungs zu einem langen Herbstspaziergang.
Rambo - voller Tatenfreude


Zorro - wie immer weit voraus


durch die Weinberge,


vorbei an Wiesen und Feldern


und entlang an einem Bach








um in einem kleinen Dörfchen zu landen
mit Wein bewachsene uralte schöne Haustüre


ich liebe den links im Foto zu sehenden dunkelroten Schmuckklee


wunderschön in Szene gesetztes großes Fenster


mit Wein und Geranien geschmückte Fassade eines alten Winzerhofes - die Farbe des Weins leuchtet weithin


in den Winzerhöfen liegen überall die verschiedensten Kürbisse


und schöne alte Häuser in den verschiedensten Baustilen
wie hier ein umgebautes Hotel,


eines in grau und weiß und mit filigranen Holzschnitzereien am Dachfirst (dieses Foto bitte unbedingt zum Vergrößern anclicken)





und das hier war ursprünglich das Bahnhofsgebäude des Dörfchens - heute ein Wohnhaus mit einem romantischen und leicht verwilderten Garten



Und an solchen Tagen wird mir bewußt, daß ich in einer wunderschönen und abwechslungsreichen Gegend lebe. Ursprünglich in der Stadt aufgewachsen und später in ein kleineres Städtchen gezogen und von da aufs Land, wohne ich zwar heute wieder in einem kleinen Städtchen, doch umgeben von einer zauberhaften Gegend mit vielen interessanten Blickpunkten. Als einzigen anderen Wohlfühl-Ort könnte ich mir nur noch ein Domizil direkt am Meer vorstellen.