Auf unserem Grundstück befindet sich eine langgezogene alte Holzscheune, die in 4 Bereiche unterteilt ist. Den mittleren und größten Bereich haben wir geöffnet und zu unserem neuen Scheunen-Freiluftzimmer umgestaltet. Mit diesem zusätzlichen Sitzplatz hat sich wieder ein Traum für mich erfüllt. Ich freue mich so sehr über dieses neue Zimmer, so daß ich euch heute mal ein paar Fotos davon zeigen möchte.
im Scheunenzimmer haben wir über die ganze Rückwand ein Bord angebracht, auf dem 3 große Spiegel stehen, die den Garten wiederspiegeln

die beiden aufgehängten Eisenlaternen sind mit Kerzen bestückt

und die beiden Glyzinien sollen mal das neue Gartenzimmer mit duftenden lila Blütentrauben einrahmen

das ist der Blick von drinnen nach draußen

Spiegeldetail

eine der Eisenlaternen und die große auf 5 Meter ausfahrbare Markise. So eine Markise ist schon toll, mir ist allerdings die Farbe ein Dorn im Auge. Wir hatten einen viel blasseren und zurückhaltenderen Farbton bestellt und geliefert wurde dieses Teil, das aussieht wie von einer italienische Eisdiele, grrr. Zurückgeben ging nicht, weil das Monster auf Maß gearbeitet ist. Ich werde mich wohl an dieses grelle Dingens gewöhnen müssen.

ich überlege, in den beiden Balkenecken schmiedeeiserne Ornamente einsetzen zu lassen, bin aber nicht sicher, ob das dann nicht zuviel des Guten ist

ein Teil der Deko - hier haben auch meine beiden türkisfarbenen Blumentöpfe aus Ascona vom letzten Jahr ihren Platz gefunden, nun mit Efeu bepflanzt




die Möbel, das sind 6 Stühle und ein großer runder Tisch aus schlammfarbenem wetterbeständigem speziellem Material in Rattanoptik


dekoriert mit beigefarbigen Rosendruckkissen

um einen zimmerartigen Eindruck zu vermitteln, habe ich die Wände auch etwas dekoriert, zum einen mit diesem alten Holzschränkchen, das ich vor vielen Jahren mal bei einem Antiquitätenhändler mitgenommen habe



und diesem neuen Shabby-Schränkchen, das ich kürzlich im hiesigen Blumenlädchen entdeckt habe. Es ist aus federleichtem gekalktem Holz und hat mich sofort angelacht

und mein
rosa Flohmarkt-Porzellan macht sich wirklich gut darin

eingerahmt wird das Schränkchen von zwei kleinen einfachen Tellerregalen

die ich größtenteils mit Flohmarktfunden in blau bestückt habe. Auch die alte Tortenplatte aus meinem letzten Flohmarktpost, die ich hier sozusagen als Bild aufgehängt habe, paßt gut dazu.

Ein bißchen ändern wird sich die Deko allerdings noch, weil ich meine Sammelleidenschaft für antikes blautürkises Preßglas (wie z. B. die Sodaflasche und die kleine Schale) entdeckt habe und noch ein paar Teilchen dazu suche.

Ich bin total verliebt in unser Freiluftzimmer und möchte mich ganz lieb und von ganzem Herzen bei meinen Schwiegereltern und meinem Mann bedanken. Die beiden Männer haben in ziemlicher Schufterei die Scheunenfront entfernt, den Boden ausgehoben (sonst wäre die Decke zu niedrig gewesen), die Wände geweißt, das Bord angebracht und den Kies auf dem Boden verteilt. Und mich damit sehr glücklich gemacht!
Was ich jetzt vergessen habe zu fotografieren, ist die Platte, auf der der Tisch steht. Die Platte ist eine ganz besondere, es handelt sich nämlich um die superschwere Tischplatte meines Designer-Einzelstücks, die die beiden unter Aufbietung aller Kräfte geschleppt haben. Es ist eine sehr dicke Betonplatte, mit eingelassenen Bruchsteinen und Zahnrädchen, die vergoldet sind. Der Tisch war mal sehr teuer gewesen, ist aber durch die massive Platte auch dermaßen schwer, so daß wir ihn in unserem Haus gar nicht hätten stellen können, weil sich sonst unser Holzdielenboden durchgebogen hätte. Ich liebte den Tisch und mir blutete das Herz bei dem Gedanken keine Verwendung mehr dafür zu haben. Jetzt wurde wenigstens die schöne Platte wieder einem Zweck zugeführt und der Rattantisch steht darauf sicher und gerade und vor allem auch dekorativ. Vielleicht schaffe ich es morgen ein Foto davon nachzuladen.
Mein Mann alberte mal, ich kaufe meine Möbel nur nach Größe und Gewicht und spielte damit auf meinen großen schwarzen Thronsessel, den schweren Tisch und meinen wuchtigen Jugendstilsekretär an. Letzterer ist übrigens nun auch fast fertig geworden und davon gibts auch bald Fotos.
Morgen haben wir so einiges vor: Ich habe seit langem mal wieder mit meinem Mann zusammen einen Tag frei, den wir nutzen wollen um einen Flohmarkt und ein historisches Städtchen in Frankreich zu besuchen. Drückt uns die Daumen, daß es nicht in Strömen regnen wird.
Einen wunderbaren Sontag wünscht euch,
Tanja