Dienstag, 19. April 2011

Stadtansichten aus Lüneburg

In unserem Urlaub waren wir viel unterwegs und neben Verwandten- und Freundesbesuchen waren wir auch in Lüneburg, Lübeck und Kiel. Hamburg haben wir leider nicht mehr geschafft, das machen wir dann das nächste Mal.
Lüneburg ist eine wunderschöne Stadt, mit sehr vielen historischen Fassaden, Stuckornamenten, fantastischen barocken Türen und sehr netten kleinen Geschäften.



eine der wunderbaren Barocktüren




An vielen Häusern findet man unter den Fenstern schöne alte Stuckfriese.



Fast alle Gebäude sind aus dem dort typischen roten Ziegelstein erbaut, übrigens auch sehr viele der neuen Häuser.





Wir haben auch ein sehr kleines Antiquitätengeschäft besucht, in dem mir zwei Dinge besonders aufgefallen sind.
Nämlich diese wunderschöne originale Art-Deco Lampe mit 3 hellblauen Michglaskugeln und einem Behang aus Glasstäben

und diese alte französische Holzschatulle (von etwa 1900) mit Metallverzierungen und einem in den Deckel eingelassenen Porzellanbild, das eine Rokokodame darstellt. (Unbedingt zum Vergrößern anclicken, dann sieht man die ganze Schönheit der Schatulle).
Der Preis für die Holzschatulle sollte 350.- Euro betragen; da habe ich nach dem Preis für die Lampe gar nicht mehr gefragt. Aber von beiden Objekten war und bin ich ganz fasziniert, sie treffen genau meinen Geschmack.



Ein weiterer Fensterfries
und eine weitere schöne Barocktüre.


Auch ein Fachwerkhaus habe ich dort entdeckt - seht Ihr, wie krumm der Querbalken ist?

am Wasser

Alle historischen Häuser haben sprossenverglaste Fenster - so schön!

historische Skyline


Oft sind nur die Fronten der Häuser verputzt, der Rest der Fassaden zeigt daß sie aus Ziegeln bestehen.


Von einer Brücke aus fotografiert.


Nochmal zwei der wundervollen Türen

und der schöne Eingang eines Gasthauses.


Über einer Tür fotografiert.

Ein sehr altes Gebäude mit Durchgang

und eines mit einer reichverzierten Stuckfassade.

Das Lüneburger Rathaus -
wenn Ihr die Fotos zum Vergrößern anclickt, könnt Ihr die mit Statuen verzierte Front erkennen.

Viele der Fassaden sind eindrucksvoll mit Statuen und Köpfen verziert.




Hier sieht man die bereits erwähnten Köpfe, die viele der Häuser tragen.


Der schöne
Marktplatz
und eine Straßenansicht.





Ich hoffe, euch gefällt diese Exkursion und Ihr gewinnt einen Eindruck von Lüneburg, das auf jeden Fall eine Reise wert ist.
Übrigens können alle Fotos durch anclicken vergrößert werden; man entdeckt dann darauf noch mehr Details.
Gemacht habe ich die Bilder mit einer nagelneuen großen automatischen Nikon, die mein Herzblatt bei einem Arbeitskollegen eingetauscht hat. Ich komme mit der Nikon besser zurecht als mit der Minolta, die wir vor kurzem sehr günstig erwerben konnten, aber so ganz zufrieden bin ich mit den Bildern noch nicht. Beide Kameras haben für eine Blondine wie mich einfach zuviele Einstellmöglichkeiten. Bei meiner kleinen einfachen Rollei hab ich halt immer nur auf den Auslöser drücken müssen - damit sind allerdings keine echten Nahaufnahmen und auch keine größeren Ansichten möglich. Richtig gut fotografieren kann ganz schön schwer sein.

Ganz viele liebe Grüße,
Tanja

Donnerstag, 7. April 2011

Würfelzucker

Noch ein schneller Post bevor es in den Urlaub geht.












Gefunden bei 1.2.3. für Euro 1,50. So schön alt und shabby. Wunderschöne Blechkiste mit toller alter Schrift. Aus der Größe der Kiste schließe ich, daß sie sich wohl mal in einem Laden oder einem Cafe befunden hat, denn für einen privaten Haushalt ist sie eigentlich zu groß, da man da bestimmt nicht soviel Zucker gebraucht hat. Vielleicht war sie aber auch bei einer Großfamilie in Gebrauch? Und wie alt mag sie wohl sein? Nach meiner Schätzung wohl 1900 bis 1910. Ich finde sie fantastisch und freue mich wahnsinnig darüber. Bei mir werden nun Tütchen mit verschiedenen Puddingsorten darin aufbewahrt, denn mein Herzblatt ist ein absoluter Süßschnabel. Hach, ich liebe altes Küchengedöns.

Ganz viele liebe Grüße,
Tanja

Mittwoch, 6. April 2011

Max Roesler / Blüten- und Empirestil

Bei meiner Recherche nach Roesler Porzellan stoße ich immer wieder auf einzigartiges, sehr schönes und seltenes.

Eine kleine und sehr seltene Roesler Serie beinhaltet sehr blumig gestaltete Objekte in schönen zarten Pastellfarben. Die Formen sind Blüten und Pflanzen nachempfunden und einfach nur zauberhaft.



Das ist ein kleines Lavabo, seinerzeit ein Kinderspielzeug - heute ein begehrtes Sammelobjekt.


wunderschöne Jardiniere zum bepflanzen, geschmückt von einer erhabenen Blüte


Deckeldose in zarten Lilatönen.


wunderschönes Teilservice



Roesler hat gerade in Sachen Oberflächengestaltung vieles ausprobiert. Diese Objekte sind immerhin um die 100 Jahre alt. Sicherlich sind sie sehr verspielt, aber die damalige Jugendstilzeit ist ja bekannt für ihre Opulenz und ihren Zierrat und die in dieser Periode entstandenen Objekte sind allgemein mit vielen liebevollen Details ausgestattet.
Unter Roesler entstand auch eine weitere interessante Serie und zwar im sogenannten Empire-Stil. Das bezeichnet Porzellan, welches nicht nur von aufgemalten Blumengirlanden geschmückt wird sondern auch von relieffierten Girlanden, wie man an den nachfolgenden Stücken sehen kann.


Obst- oder Gebäckschale mit zartfarbiger umlaufender Girlande


Beilagenschalen


Blumenkasten (seinerzeit auch gerne Cachepot genannt)


Dessertteller mit relieffierter Blütenranke


und Obst- oder Gebäckschale in weiß mit erhabener Girlande


Und das ist ein ganz besonderes Stück. Eine absolut rare kleine Konfektschale,
die in der Innenseite sehr sinnig und liebevoll beschriftet ist. Es könnte sich dabei durchaus um ein Einzelstück handeln.



Hier hat Rösler sein bekanntestes Dekor, das Röschenmuster mit erhabenen Girlanden zu einer wunderschönen Schale vereinigt.
(Alle Fotos aus dem Internet)



Es ist wirklich kaum zu glauben, was diese alte Manufaktur in ihrer kurzen Produktionszeit alles hergestellt hat. Ich glaube, ich habe noch Material für fast 10 weitere Posts und hoffe, euch nicht damit zu langweilen. Ich bin eben absolut begeistert von diesem Porzellan und angefangen hat alles mit 4 schönen alten Vorratsdosen von Roesler, die wir von der Großmutter meines Mannes bekommen haben. Sie waren seinerzeit ein Hochzeitsgeschenk für ihre eigenen Eltern, sind also schon sehr lange in Familienbesitz. Wer mehr von Roesler sehen möchte, kann dies unter dem entsprechenden Label, rechts in meiner Sidebar, tun.

Zur Zeit mache auch ich mich rar im Bloggerland. Seit letzten Samstag mache ich nämlich täglich Doppelschichten, das bedeutet ich stehe morgens um 4.00 Uhr auf und komme nicht vor 21.30 Uhr nach Hause. Nur heute hatte ich eine einfache Schicht, dann aber geht es Donnerstag und Freitag nochmal weiter mit den Doppelschichten. Kommenden Samstag fahren wir dann für einige Tage nach Norddeutschland. Seid mir also bitte nicht böse, wenn Ihr erst übernächste Woche wieder etwas von mir hört, mir fehlt momentan wirklich die Zeit eure schönen und interessanten Posts zu lesen und zu kommentieren. Aber wenn ich zurückkomme, bringe ich bestimmt viele Fotos mit, denn es stehen auch Ausflüge nach Kiel, Hamburg und in die Lüneburger Heide auf unserem Plan.

Bis bald,
eure Tanja