Sonntag, 12. September 2010

Spätsommer im Garten

Haben wir nicht gerade wundervolles Wetter? Genau das Richtige, um diese letzten schönen warmen Tage draußen zu genießen! So nehme ich euch auf einen kleinen Rundgang durch unseren Garten mit.



Die blaue Hortensie mit den weißen Blütenumrandungen habe ich in einem Blumenladen gefunden, sie heißt "Bavaria Blue". Die mußte ich einfach mitnehmen und im Garten bezog sie zunächst einen meiner Emaille-Eimer.




Die Schokoladenblume steht in voller Blüte



und unsere Rose "Augusta Luise", die unermüdlich blüht, wird hier von den Stengeln der riesengroß gewordenen Cosmeen fast verdeckt.



Und das ist nur ein kleiner Teil der Cosmeen, die bei uns wie Unkraut wild im Garten wuchern und dank des Regens der letzten Wochen unglaublich in die Höhe geschossen sind. Wir mußten kräftig ausdünnen, denn es sah bereits wie im Dschungel aus.



Für die Cosmeen haben wir eine Saatmischung genommen und wurden nicht enttäuscht,



denn es entwickelten sich verschiedene Formen




und Farben.



Die Fetthenne - ein Überbleibsel aus dem ursprünglichen Unkrautgarten.



Ballhortensie "Annabelle" durfte nicht fehlen,



genauso wie ein kleiner beschirmter Sitzplatz direkt im Garten.



Den Blumenstoff für die Sitzauflagen haben wir in Frankreich gekauft



und die Polster aufgrund meines nicht vorhandenen Nähtalents dann anfertigen lassen.



Entlang der Gartenwege haben wir im Frühjahr Kresse gesät,



die sich nun ganz romantisch in die Wege hinein ergießt.



Und auch dem Rambolausi gefällt es in diesen Tagen im Garten. Er schlendert gerne gemächlich die Gartenwege entlang, beschnüffelt hier eine Blüte und kaut da auf einem Rindenstückchen herum und beobachtet versonnen die Schmetterlinge - diese Flatterdinger, die immer vorwitzig vor ihm in der Luft herumtanzen.




Morgen werde ich zuerst mit den Hundis im Pflegeheim einen Besuch abstatten und danach wollen wir zu einer weiteren Elsass-Tour aufbrechen. Diesmal steht Ribeauville auf meinem Plan und wenn wir es noch schaffen, dann auch Eguisheim. Denn das Wetter soll wieder wunderbar werden und das wollen wir ausnützen.

Dienstag, 7. September 2010

kleiner Ausflug in die Umgebung

Heute zeige ich mal die Bilder von meinem kleinen Ausflug, von kleinen und großen Dingen, die mir aufgefallen sind. Solche kleinen Ausflüge in die nächste Umgebung mache ich immer wieder mal in meiner knappen Freizeit, um meine Batterien wieder aufzuladen und einfach schöne Eindrücke zu bekommen.

Die beiden folgenden Fotos zeigen den wunderschönen Eingang eines alten Rathauses in einem Dörfchen in der Umgebung.





Die schöne zweifarbige Rose ist mir in einem Vorgarten begegnet, ich glaube es könnte die Nostalgierose sein.



Der Hibiskus blüht zur jetzigen Zeit hier fast überall, besonders schön finde ich die gefüllten Sorten, das hier ist aber ein einfacher Hibiskus.



Aus einem Vorgarten



Die nächsten 3 Bilder stammen aus dem gleichen Anwesen, hier der Eingang, bei dem es mir die Ornamente auf dem schmiedeeisernen Gartentor besonders angetan haben,



die Haustür wird von zwei riesigen antiken Steinurnen flankiert und



im Vorgarten steht diese fantastische Statue, die sich bestimmt auch in meinem eigenen Garten wohlfühlen würde, lach.



Das begrünte Dach läßt dieses alte Häuschen gleich ganz romantisch wirken.



Unter anderem begegnete mir auf dem Ausflug auch eine kleine Ziegenherde,



wovon diese mich und die Hunde ganz besonders neugierig beäugte.



Noch ein opulenter Rathauseingang.



Unser Spaziergang führte uns auch an einem Flüßchen entlang




Alte Mauern machen mich immer neugierig auf das Dahinter



und dieser alte romantische Balkon ist einfach nur schön.



Das Fenster einer sehr alten Kirche



und die Kirche selbst.



Und mit diesem Sonnenblumengruß verabschiede ich mich bis demnächst.

Donnerstag, 2. September 2010

Romantisch

Weil heute so schönes Wetter war und ich einen freien Tag hatte, machte ich mich nachmittags auf zu einem kleinen Ausflug in die Umgebung.
Dabei entdeckte ich ein recht unscheinbares Häuschen, aber wow, mit was für einem fantastischen Zaun und Tor, aus Schmiedeeisen. Es sind verschiedene Zaunelemente, alle alt, und kombiniert mit einem großen Tor. Was man auf den Fotos nicht so gut sieht, daß das Tor pastellrosa gestrichen ist.
Als ich bewundernd vor dem Zaun stehenblieb, kam ich mit einer Dame ins Gespräch, die mir erzählte, daß der erst jüngst verstorbene Hausbesitzer ein großer Sammler gewesen war. Wie mag dann erst das Innere des Hauses aussehen?
Zudem verriet sie mir, daß in dem Örtchen 1x im Jahr ein bekannter Dorfflohmarkt stattfindet, wohl am Jahresanfang, bei dem die Dorfbewohner ihre Keller, Dachböden und Scheunen räumen. Klar, daß ich da nächstes Mal dabei bin!



Das ist eines der verschiedenen Zaunelemente, ist es nicht einfach zauberhaft romantisch?



Und mit vielen rosefarbenen eisernen Blüten!



Zu Füßen des Zauns befindet sich ein wunderschönes altes Wasserbecken aus Stein, halb in den Boden eingelassen.



Das ist das sehr große, hellpinkfarbene Tor dazu.



Die in dem Tor verarbeiteten Embleme zeigen das Wappen Badens und ich denke, daß der Hausbesitzer sie nachträglich in das Tor eingefügt hat, genauso wie das Pferdchen.



in der Mitte des Tores befindet sich eine einzelne größere Rose,



hier noch einmal im Detail zu sehen.


Einfach nur schön!


Wenn ich sowas nostalgisches und romantisches wie diesen wundervollen und individuellen Zaun entdecke oder - wie in meinem letzten Post - so ein spektakuläres Flohmarktschätzchen wie das antike Votivherz finde, dann bin ich einfach glücklich. Das sind für mich ganz besondere Momente.

Auf meinem Ausflug habe ich natürlich noch mehr Bilder gemacht, aber die gibts nächstes Mal.

Ganz liebe Grüße,
Tanja

Montag, 30. August 2010

supertoller Flohmarktfund








Letzten Samstag war ich nach der Arbeit kurz auf einem nahegelegenen Flohmarkt. So groß wie das letzte Mal war er nicht, aufgrund des regnerischen Wetters. Ich bin auch ziemlich schnell durchgelaufen, denn an den Ständen konnte ich nichts wirklich interessantes entdecken. Doch am allerletzten Stand traute ich meinen Augen nicht, denn da stand es: Ein großes, uraltes versilbertes Votivherz in einem Glasrahmen.

Ein Votivherz, oft auch mit dem Monogramm des Schenkenden versehen, ist ein sakrales Geschenk an die Kirche, genauso wie z. B. ein Fatschenkindel (Glaskästen mit Christkindel aus Wachs) oder eine Votivtafel. Der Anlaß für eine solche Votivgabe an die Kirche war oft mit einer Bitte verbunden, so Z. B. Gottes Beistand bei einer Krankheit, oder Freude und Dankbarkeit nach einer überstandenen Krankheit. Verbreiteter waren die Votivherzen in bayerischen Gegenden und besonders in Österreich und Italien.
Heutzutage sind wirklich alte Votivherzen sehr selten geworden und kaum zu finden und wenn dann eigentlich nur in speziellen Auktionshäusern.

Deshalb könnt Ihr euch sicherlich mein Erstaunen vorstellen, als ich nun eines auf einem kleinen Flohmarkt gefunden habe. Billig war es nicht, so daß ich nochmal heimgefahren bin um Geld zu holen, denn diesen fantastischen Fund wollte ich mir keinesfalls entgehen lassen. Dann konnte ich den Händler noch etwas herunterhandeln und bezahlte etwa die Hälfte des tatsächlichen Wertes.

Ich habe ein bißchen recherchiert und schätze das Herz auf etwa 1860 bis 1890, es ist aus versilbertem Messing und ziemlich groß (von der Öse oben bis zur Herzspitze etwa 23 cm), das verschlungene Monogramm auf dem Herzen dürfte typischerweise vergoldet sein. Es ist sehr filigran gearbeitet, oben am Herzende hat es die für Votivherzen typische Flamme, darunter befindet sich eine vergoldete Krone, auf der wiederum ein kleines Kreuz angebracht ist, an den Seiten ist jeweils ein kleiner Engel herausgearbeitet und unten an der Herzspitze befindet sich auch noch ein Engelskopf. Eingebettet ist es in einem verglasten Holzrahmen, der zwar älter, aber nicht so alt wie das Herz ist. Ich habe mir jetzt viele Votivherzen im Internet angesehen, doch keines mit Engeln gefunden, und eigentlich auch nur sehr wenige, die ähnlich filigran gearbeitet sind. Es wäre interessant, meinen Fund mal einem Experten vorzulegen und zu erfahren, was er dazu sagt. Schwiegervater konnte es kaum glauben, als ich mit dem Herz auftauchte, daß man sowas ausgerechnet auf einem kleinen Ramsch-Flohmarkt findet. Und ich freue mich wahnsinnig über dieses sehr alte und wunderbare Votivherz.