Alte Kästchen, Kisten, Schatullen, egal ob aus Holz, Metall oder Porzellan liebe ich sehr. Je schrammeliger oder rostiger - um so besser, vor allem wenn sie dann auch noch eine Aufschrift haben. Und ich hatte mal wieder großes Finderglück.



Die weiße Kiste mit der Aufschrift Kapelle - Eckstein ist ein alter Instrumentenkasten mit einem Tragegriff an einer Seite, so daß man sie hochkant transportieren kann. So schön shabby mit alten Beschlägen und Verschlüssen. Ich weiß noch nicht was ich darin aufbewahren werde - erstmal steht sie nur dekorativ in der Gegend herum.
Die andere Kiste ist sehr groß, nämlich 85 cm lang und sie würde ich gerne als Regal an der Wand befestigen, um darin z. B. meine alten Syphonflaschen zu präsentieren. Dazu muß ich aber erstmal meinen Mann herumkriegen, der etwas perplex meinte ich würde schon Feuerholz sammeln und das, wo unser antiker Ofen doch noch gar nicht angeschlossen ist, grins. Der Kasten trägt die Aufschrift "Harder.Meiser & co." sowie "unverkäufliches Eigentum, Leihgebühr 1 Reichsmark, 1939".
Großes Finderglück hatte ich auch bei diesem kleinen Art Deco Metallkästchen von Dralle mit schöner Patina, produziert um 1930. Kennt jemand von euch noch Dralle, den bekannten deutschen Haarkosmetik-Hersteller? Die haben damals einige sehr hübsche Sachen gemacht. Vornehmlich landeten solche Produkte in Friseurläden.


Die kleine Schatulle zeigt an den Seiten verschlungene Ornamente und im Deckel einen hinter Glas eingelassenen Schmetterling, der Hintergrund sieht aus wie aus Perlmutt. Der Boden des Kästchens trägt die Aufschrift "Dralle".
Für mich sind diese alten Dinge Erinnerungen aus längst vergangenen Zeiten und damit etwas ganz besonderes und unbedingt erhaltenswert.
Ich gucke auch immer mal wieder nach einer schönen großen alten Holzkiste oder -truhe, die ich dann gerne als Wohnzimmertisch verwenden würde. Bisher ist mir aber noch nichts passendes über den Weg gelaufen. Aber irgendwann finde ich meine Truhe - ganz bestimmt.
Gestern habe ich mir dann das Feuerwerk doch vom Balkon aus angesehen. Über einen der Nachbarn zwei Häuser weiter habe ich sehr geschmunzelt, denn der hat seine Raketen vom Gehweg aus abgeschossen und anstatt dass die Dinger senkrecht nach oben in den Himmel gestartet wären, flogen sie alle kreuz und quer über die Straße. Das hatte er sich wohl anders vorgestellt. Der Nachbar gegenüber rannte um Mitternacht hektisch auf die Straße und warf genau einen einzigen Knaller und das wars dann für ihn für Silvester, grins. Ansonsten wurde bei uns deutlich mehr geschossen als letztes Jahr und das Spektakel dauerte genau eine Stunde.
Nun hat ein neues Jahr begonnen und damit auch neue Träume und Vorhaben; ich bin gespannt was daraus wird. So überlege ich z. B. meinen Flohmarktblog zu löschen und stattdessen einen kleinen Dawanda-Laden zu eröffnen - mal sehen. Im Esszimmer soll mein Mann ein Regal einbauen für meine alten Emaille-Brotkästen - er ist von der Idee noch nicht sehr begeistert, ich aber schon. Wir haben einen Urlaub (der erste seit langem) geplant und mit einem kleinen Camper haben wir auch das passende Gefährt dafür. Das große Dachbodenzimmer soll fertig gemacht werden und noch so einige andere Dinge am Haus.
Ich wünsche allen nochmal ein schönes, frohes und gesundes 2012,
Tanja