Freitag, 30. März 2012

ein bißchen Frühling

gibt es auch bei uns. Etwas erstaunt bin ich, denn im Garten haben wir über 100 verschiedene Narzissenzwiebeln versenkt, die im letzten Jahr verschwenderisch geblüht haben. Dieses Jahr hat sich die Menge der Frühlingsblüher aber sehr vermindert. Ob da Mäuse am Werk waren?


Neben der Haustüre hängt eine antike metallene Wandvase, in der es sich lilafarbene Stiefmütterchen bequem gemacht haben.
Mir gefällt das sehr, weil es so ein freundlicher Anblick beim Betreten des Hauses ist.


Am Esszimmerfenster steht ein blauglasierter Tonkasten, den ich mit kleinen lila Hornveilchen bepflanzt habe. Die kleinen Gesichter der niedlichen Hornveilchen mag ich sehr. In den Nachbarsvorgärten breiten sich zur Zeit ganze Teppiche von kleinen wilden Veilchen aus - ein sehr hübscher Anblick.




Und unsere erst vor zwei Jahren gepflanzte Sternmagnolie blüht in strahlendem Weiß. Es scheint ihr richtig gut zu gehen, denn sie hat dieses Jahr sehr viele Blüten; mehr als im Jahr davor. Es ist ein langsam wachsendes Gehölz, genau das richtige für unseren kleinen Garten.
In der Stadt haben nun auch die sehr alten und riesigen rosafarbenen Magnolien angefangen zu blühen - ein zauberhafter Anblick.


Auch unser kleiner Rambo genießt die warmen Sonnenstrahlen auf der Terrasse; nur fotografieren läßt er sich nicht gerne.

I´m linking this post to Veroniques http://vipderoos.blogspot.de/2012/04/fleur-en-kleur-op-woensdag.html

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende,
bis nächste Woche,
Tanja

Dienstag, 13. März 2012

alte Nudelhölzer mit Vergangenheit

Zur Zeit komme ich leider gar nicht dazu etwas neues selbstgemachtes zu zeigen (meine Schals werden wohl erst im Frühling fertig werden und dann eben erst im nächsten Winter benutzt) oder bei euch zu kommentieren.
Auch bei mir ist etwas Frühling in Form von einigen Hornveilchen eingezogen und an manchen Tagen wärmt die Sonne hier bereits recht kräftig.
Heute zeige ich euch aber mal was anderes. Altes Küchengedöns hat es mir ja sehr angetan und aufgrund meiner schönen Nudelrolle aus dem vorigen Post nehme ich das zum Anlaß euch noch einige antike Nudelhölzer aus Porzellan zu zeigen. Und voila, hier sind sie:















Mit solchen schönen Gebrauchsgegenständen hat es damals sicherlich noch mehr Freude gemacht in der Küche damit zu arbeiten und leckere Kuchenteige oder anderes zu bereiten. Zu diesen Teigrollen gab es auch oft komplette Serien von schönen Vorratsdosen dazu - Vorratsdosen sind ja eine weitere Leidenschaft von mir.

Ich wünsche euch einen schönen Vorfrühling,
Tanja

Sonntag, 26. Februar 2012

altes Nudelholz mit Vergissmeinnicht-Dekor

Mit den Vergissmeinnicht im Garten dauert es ja noch etwas, aber die Schneeglöckchen lassen sich bereits blicken.

Deshalb zeige ich euch heute mal ein wunderschönes altes Nudelholz mit Vergissmeinnicht-Dekor. Neben Rosen finde ich Vergissmeinnicht einfach wunderschön und habe mich deshalb sehr gefreut, als ich das alte Nudelholz vor einiger Zeit gefunden habe.


Und es paßt so schön zu meinem anderen Vergissmeinnicht-Gedöns.





Die rechte Mehldose ist ebenfalls noch nicht so lange hier. Beide Mehlbehälter sind von der Manufaktur Max Roesler, die linke ist älter und entstammt dem Jugendstil, die rechte ist schon etwas an die art-deco Periode angenähert.
Das Nudelholz ist ungemarkt, ich bin aber sicher dass es nicht von Roesler ist.


Auf den beiden obigen Bildern kann man nochmal das unterschiedliche Dekor der beiden antiken Mehlbehälter sehen; das des alten Nudelholzes ist wieder ganz anders. Wer noch ein bisschen mehr von Vergissmeinnicht auf Porzellan sehen will, findet es hier und hier.


Auch in den nächsten Tagen wird es hier etwas still im Blog werden, denn ich habe sehr viel zu tun. Im März werde ich dann sicher wieder öfter hier sein.

Ganz liebe Grüße und eine schöne Woche,
Tanja

Donnerstag, 16. Februar 2012

mit dem Lineal gehäkelt

Mit dem Lineal häkeln - ja das geht tatsächlich.
Bei meiner Suche nach einem effektvollen Muster für einen Schal ist mir diese Häkeltechnik aufgefallen und ich wollte es gleich ausprobieren.
Mangels Lineal habe ich es zuerst mit einem Kochlöffelstiel versucht, der war allerdings zu rauh und die Schlingen wollten nicht darüber gleiten. Danach nahm ich einen Messergriff, der war zu schwer und rutschte immer wieder aus den Schlingen heraus. Dann habe ich mir doch ein kleines Lineal besorgt und das ist das Ergebnis:


Es geht ganz einfach. Zwischen den Schlingen befindet sich immer eine Reihe fester Maschen, man sticht in jede feste Masche und zieht den Faden durch und über das Lineal, bis die Reihe beendet ist.

Dann zieht man das Lineal heraus und häkelt nun Schlinge für Schlinge mit festen Maschen zusammen.
Je nach Breite des Lineals (ich hab ein schmales genommen) erhält man kleinere oder größere Schlingen. Denkbar wäre auch, verschiedene Linealbreiten miteinander zu kombinieren und dadurch Reihen mit unterschiedlicher Schlingenhöhe zu erhalten. Oder statt fester Maschen Stäbchen als Zwischenreihen zu häkeln.



Mit diesem Schal bin ich schon viel weiter. Das Schlingenmuster gibt eine interessante Struktur, der Schal ist superleicht und weich.
Gleichzeitig bin ich noch mit einem anderen Schal, ebenfalls mit einer interessanten Optik beschäftigt - Fotos gibts aber erst wenn er fertig ist.

Viele liebe Grüße,
Tanja

Samstag, 11. Februar 2012

antike Bierkrugdeckel mit Porzellanmalerei

Heute zeige ich euch mal eine weitere meiner Sammlungen und zwar antike Bierkrugdeckel mit feiner Porzellanmalerei.
Zum ersten Mal habe ich solche Deckel bei den Antiquitäten sammelnden Eltern einer Freundin gesehen, die eine komplette Wand in ihrer Küche mit derartigen Stücken dekoriert hatten, was mir ausnehmend gut gefiel.
Danach begann ich auf Flohmärkten die Augen offen zu halten und konnte tatsächlich nach und nach ein Stück finden, denn sie sind sehr selten und je nach Motiv können die Preise sehr hoch sein.



Diesen wunderschön bemalten Deckel habe ich vor vielen Jahren auf einem großen fränkischen Antikmarkt gefunden, er ist auch bei weitem der Wertvollste aus meiner kleinen Sammlung. Die Verkäuferin damals kannte sich gut aus und ich habe lange überlegt, schlußendlich wollte ich den Deckel aber so gerne haben und habe tatsächlich 120.- DM dafür bezahlt. Heute würde dieses Motiv etwa das Gleiche in Euro kosten.


Gerne tragen die Deckel auch Inschriften oder Sprüche.
Ja und das ist schon der letzte meiner auf Flohmärkten gesammelten Deckel, denn ich habe bislang nur 4 Stück davon, die bei mir im Esszimmer hängen.


Ich habe aber für euch noch weitere schöne Motive fotografiert.
Die Deckel werden üblicherweise in Kategorien eingeteilt und zwar nach Motiv.
Am begehrtesten sind Motive die Porträts von Damen oder Heiligen zeigen. Diesen hier und die nächsten finde ich ganz zauberhaft.





Eine weitere Kategorie sind Deckel, die Wirtshausszenen

oder auch scherzhafte Szenen zeigen.

ein Herrenporträt

Deckel eines Hochzeitskruges "Gott segne euren Bund". Und genauso wie bei alten Sammeltassen und -tellern, gibt es Krüge mit Porzellandeckeln die die Aufschriften "Zum Andenken" oder "Zur Erinnerung" tragen.



jagdliche Motive

landschaftliche Motive

und ein Zunftdeckel

Diesen Deckel mit der niedlichen Kind/Katze-Szene finde ich ganz besonders hübsch.




Die hauptsächliche Einteilung der Deckel betrifft also das dargestellte Motiv. Die schönsten und begehrtesten Deckel zeigen - wie schon oben erwähnt - Damen- und Heiligenporträts. Eine große Kategorie zeigt Jagdszenen, eine weitere Wirtshausszenen die dann üblicherweise auch noch mit Sprüchen untertitelt sind, es gibt verschiedene Motive aus der Landwirtschaft. Auch Deckel mit Blumendarstellungen können preislich hoch angesiedelt sein, etwas günstiger sind landschaftliche Motive zu haben. Und auch verschiedene Handwerkerzünfte haben ihre Insignien auf dem Deckel eines Bierkruges verewigen lassen.
Manche der Deckel tragen auf dem Zinnrand zusätzlich noch die Initialen ihres Besitzers oder auch den kompletten Namen.

Alle diese Motive stammen von etwa 1840, also der Biedermeierzeit, bis Anfang des 20. Jahrhunderts und wurden von Hand gemalt.

Ein interessantes und dekoratives Sammelgebiet, das noch dazu nicht viel Platz einnimmt. Aber man muß schon viel Glück haben, wenn man so einen Deckel mit handgemalter Porzellaneinlage auf einem Floh- oder Antikmarkt finden will, denn sie sind sehr selten geworden.

Bei meiner Mama habe ich noch einen antiken Glasbierkrug mit Porzellandeckel stehen, der etwas ganz besonderes ist. Denn der uralte Glaskrug weist einige Lufteinschlüsse auf und der Porzellandeckel ist ein Einzelstück und zeigt ein wunderschönes Madonnenbildnis. Diese Madonna ist wiederum etwas ganz besonderes, denn sie ist mit einer Halskette und einem Armband geschmückt, welche beide in echtem Gold und erhaben aufgetragen sind. Man kann also mit dem Finger darüberstreichen und fühlt genau die Konturen des in Gold aufgetragenen Schmuckes. Den Krug hat mein Papa vor vielen Jahren mal von einem Arbeitskollegen geschenkt bekommen, der ihn als wertlosen Krempel abgetan hatte. Unter Sammlern ist er schon fast unbezahlbar. Wenn ich mal wieder zu meiner Mama komme, dann fotografiere ich ihn, denn er ist wirklich wunderschön.


Ganz liebe Grüße,
Tanja

Dienstag, 31. Januar 2012

gestrichen, gestrickt und gehäkelt


Hier schneit es, ist trüb und das Licht ist nicht gerade das Wahre für Fotos. Ich habs trotzdem versucht.


Lange habe ich ein kleines altes Hängeregal für die Küche gesucht. Und fündig geworden bin ich vor fast einem Jahr in Norddeutschland bei einem Trödelhändler, noch dazu sehr günstig, für gerade mal 29.- Euro. Wer schon mal im Internet nach so einem Regal gesucht hat, weiß dass diese ansonsten das 3- bis 4fache kosten. Weil das Regal holzfarben war und ich nicht gerne streiche, lag es dann noch lange herum bis ich es in Angriff nahm. Im Sommer hab ich es abgeschliffen und nun endlich weiß gestrichen und leicht patiniert. Es war also ein echtes Jahresprojekt, lach.


Jetzt steht meine kleine 50er Jahre Kännchen-Sammlung von WAKU und Domstaffel Keramik darauf,

und an den Haken hängen verschiedene Blümchentassen vom Flohmarkt.

Sehr niedlich finde ich die alten Porzellanschildchen mit blauweißem Würfelmuster. Ursprünglich war das kleine Regal mal für verschiedene Tücher gedacht.

Hier noch ein Bild des hübschen WAKU-Teekännchens mit Streifen und Blümchen, das mir besonders gut gefällt.


Außerdem habe ich noch eine alte dunkelbraune Nähmaschinenschublade abgeschliffen und in mintgrün angepinselt und einen mintfarbenen Porzellanknopf mit weißen Pünktchen angeschraubt. Schublade und Knopf haben mich je 1.- Euro gekostet. (Ähm ja, die Treppe zum Dachboden muß auch irgendwann mal gestrichen werden).


Zur Zeit stricke ich gerade an einem Schal aus feinem Lace-Garn in Lila-Tönen. Kann man bei der jetzigen Kälte ja gut gebrauchen. Dafür hab ich verschiedene Muster ausprobiert; mit dem einen kam ich nicht klar, die anderen wirkten nicht wie ich wollte, so hab ich ganz einfache Rippen gestrickt und selbst dabei immer wieder rückwärt gestrickt, weil ich immer wieder mal eine Masche verloren oder einen Fehler eingestrickt habe. Ich kann wohl besser häkeln als stricken.

Das Lace Garn verändert sich in verschieden langen Abschnitten von Schwarzlila über lila/hellblau zu hellblau. Er ist natürlich an allen Stellen gleich breit, rollt sich aber immer wieder ein.
Ein kleines Stück fehlt noch, dann ist er fertig und ich kann den nächsten Schal beginnen, diesmal aber mit schönem Muster, denn ich hab ja noch einige von den pastellbunten Lace Garnen. Der nächste wird verschiedenene zarte Grüntöne haben.


Bei den hübschen gehäkelten Puschelblümchen, aus denen ich hier schon ein Kissen gemacht habe, wollte ich wissen wie sie zweifarbig aussehen. Der gelungene Beweis ist auf diesem Foto zu sehen. Leider sind die Bilder nicht gut geworden, die Blümchen real zweifarbig viel schöner anzusehen. Das werden ebenfalls Kissen werden, die fertigen Objekte lassen sich dann hoffentlich besser ablichten.

Viele liebe Grüße an alle,
Tanja