Sonntag, 15. September 2013

Das Objekt des Ungemachs

steht zwar im Garten, ist aber natürlich nicht die hübsche Rose auf dem ersten Foto. Das schlimme Bild zeige ich aber erst am Ende des Posts. Denn als ich kürzlich nach Hause kam, streckte sich mir ein Monstrum entgegen, vor dem ich völlig entgeistert stehen blieb. Doch bevor ich zu dieser Schrecklichkeit komme, zeige ich erst ein paar hübsche Garteneindrücke.

Unser Garten ist eher ein Sommergarten und hat jetzt nicht mehr so viel zu bieten. Aber ein paar Motive, die euch vielleicht gefallen, habe ich dennoch gefunden.





Obige Rose (Cinderella) ist in meinen Augen momentan das Hübscheste, was der Garten jetzt zu bieten hat. Es blühen auch noch einige andere Rosen,

 hier Pomponella, denen aber der starke Regen der letzten Tage zugesetzt hat.
 

 
 Im verblühen zeigen die Rosen eine morbide Schönheit.  


 
 
 Schneeweiße Anemonen blühen jetzt
 

 
 und Clematis montana rubens hat doch tatsächlich auch noch ein paar Blüten gebildet. Die weiß wohl nicht, das es jetzt schon Herbst ist.
 



Ein Blick auf unsere kleine Hosta-Ecke, dazwischen Storchschnabel. Mir gefallen die verschiedenen Grüntöne und die alten Feldsteine sehr. (Allerdings hätte ich die Fugen zwischen den Steinen nicht zubetoniert sondern kleine Mauerpflanzen hineingesetzt). Wäre der Garten größer, dürften gerne noch mehrere Hostas einziehen.


 
 Ein Blick in unser kleines Wasserbecken. Die Seerose ist dieses Jahr enorm gewachsen und muß wohl nächstes Jahr in einen größeren Korb gepflanzt werden. Die Kapuzinerkresse breitet sich ebenfalls aus und neigt ihre Blätter bereits über den Rand des Wasserbeckens. Das Spiel von Licht und Schatten finde ich auf diesem Foto richtig schön,
 

 
 Die Fetthenne gibt dem Garten Farbe, dahinter steht eine hohe Herbstaster in lila.
 
 
 
 Und die letzten Tomaten reifen an den Sträuchern.
 

 
 Nochmal die Fetthenne in rosa und daneben eine feuerwehrrote Rose, die ich gar nicht mag.
 
 


Obwohl ich Rosen liebe, finde ich die auf obigem Foto schrecklich und zwar aufgrund ihrer Farbe, die wirklich grellrot ist und so gar nicht zu den anderen Blütenfarben in unserem Garten paßt. Und niemand will dieses Ding gepflanzt haben, lach. Also ich wars nicht! Auch so ein Objekt des Ungemachs. Damit kann ich ja noch leben, aber nicht mit dem Ungetüm auf dem übernächsten Foto.
 

 
Rankgitter im Garten finde ich nett, vor allem wenn sie aus Eisen und filigran sind wie auf obigem Bild.
 

 
 Aber was ist das um Himmels willen? Ich bin wirklich entsetzt.
Hinter der Gartenbank steht Audrey, der von mir ungeliebte und nun endlich heruntergestutzte Sommerflieder, den mein Schwiegervater als Sichtschutz für die dahinter liegende Terrasse gepflanzt hat. Hier hab ich mich über das Monstrum (also den Flieder, nicht den Schwiegervater) schon mal ausgelassen. Also das Biest wurde vor zwei Wochen gestutzt (hab ja immer noch die Hoffnung das es mal ganz verschwindet) und ich hab mich schon gefreut, doch nun sehe ich nur noch Gitter, Gitter, Gitter. Rankgitter zwar, aber das macht es auch nicht hübscher. Und auch noch bekrönt von einer wuchtigen Pergola. Ürgs.
Es sieht auch irgendwie so hingepfriemelt aus und paßt nicht, schon gar nicht in dieser Größe. Ein Fremdkörper eben.
 
 

 
  Ist ja nicht so, das wir nicht schon genügend solcher Gitter im Garten hätten. Fast der ganze Carport, der in den Garten hineinragt, besteht daraus
 
 
 
die Seitenwände und die Rückwand sind mit Wein bewachsen
 

 
  und auch am Eingang des Gartens stehen mehrere dieser Rankgitter, heftigst umschlungen von der Clematis montana rubens. Da finde ich es auch in Ordnung. Weshalb aber die Terrasse und davor der Platz vor dem Hauseingang dermaßen verschandelt wurde, entzieht sich mir. Ich finde es wirklich häßlich. Die erhöht liegende Terrasse soll dadurch einen Sichtschutz zu den Nachbarn auf der linken Seite erhalten. Wir haben links nur 3 Nachbarn und ich glaube nicht, das die ständig herüberschauen. Und wenn, was solls? Gibt außer den draußen kaffeetrinkenden Schwiegertigern nichts besonders zu sehen.
Die Terrasse wird bereits auf 3 Seiten begrenzt durch das Haus, einen Sichtschutz zum rechten Nachbarn und die Scheune. Und nun ist die 4. Seite verbrettert, äh vergittert. Überdacht ist die Terrasse auch. Nun ist sie also komplett zu und da frage ich mich wirklich, wozu wir überhaupt für viel Geld eine 30 qm Terrasse für die Schwiegereltern angebaut haben? Das sieht doch wirklich nicht mehr schön aus und offen ist da auch nichts mehr. Eine Terrasse ist doch ein Fenster hinaus in den Garten und offen, zumindest teilweise. Nun wird man da oben nicht mehr gesehen, sieht aber selber auch nichts mehr.
 
 
 
Ich tröste mich mit dem Gedanken das diese unsäglichen Brettergitter in etwa 15 Jahren weggerottet sind. Und ich dann garantiert keine mehr dorthin setzen werde.
Mein Schwiegervater ist gelernter Dekorateur und hat oft gute Ideen. Aber was ihm da eingefallen ist, weiß ich wirklich nicht. Er hat wohl eine unglaubliche Vorliebe für diese Gitter. In seinem früheren Garten standen solche Rankgitter kreuz und quer im ansonsten hübschen Garten herum. Fand ich damals auch schon etwas seltsam.
Vieles im Garten finde ich schön, manches aber auch nicht und diese Brettergitter gehen in meinen Augen gar nicht. Genauso wie der davorstehende Sommerflieder, der unheimlich viel Dreck macht und nur sehr kurz blüht, ansonsten nur knarrig herumsteht.
Leider werden meine Gartenideen fast immer abgeblockt, was ich sehr schade finde. Als ich versuchte mir wenigstens das schmale Vorgärtchen anzueignen und nach meinen Vorstellungen zu gestalten, wurde ich auch da enttäuscht. So bleibt mir nur mein Minibalkon.
Kurzzeitig hatte ich sogar überlegt mir einen Garten zu pachten, doch mangels Zeit und auch wegen der Kosten dann doch wieder verworfen.  
 
Jedenfalls finde ich dieses Gitterzeugs wirklich schlimm. Und was meint Ihr dazu?
 
 Viele liebe Grüße,
Tanja
 

Kommentare:

  1. Hey Tanja,
    schade dass du nicht alleine entscheiden kannst.:-( Vielleicht kannst du das hässliche Gitter ja auch irgendwie von Pflanzen überranken lassen? Aber die Aussicht ist dann trotzdem weg.:-( Arme Tanja.
    Liebste Grüße,
    Alice

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  2. liebe tanja,
    habt ihr denn gar nichts zu sagen. dass sieht potthässlich aus. genau wie diese zugeschmierten steine.
    da leidet jemand an geschmacksverirrung. kann dein mann denn da nichts machen.
    dein sonst so wunderschöner garten und die terrasse werden so total verschandelt.
    ich hoffe es gibt eine lösung. gerade dir muss so etwas passieren, wobei du doch so einen tollen geschmack
    hast.
    liebste grüße eve

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  3. Ich gebe Eve recht. Mit den Steinen daneben ist das extrem unharmonisch. Schade, dass ihr kein Mitspracherecht habt. Vielleicht kannst du heimlich eine schöne Kletterrose zwischen den Sommerflieder pflanzen, die dann das Gitter zuwächst...
    LG Donna G.

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  4. Hallo Tanja :)

    *lach* ich konnte es kaum erwarten diese "Schrecklichkeit" zu sehen *g*
    wenn es mal schön verwuchert wäre, dann würde es nicht mehr so schlimm ausschauen :) Aber es wird dauern ;)

    Lieben Gruß
    Björn :)

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  5. hihi, tanja, ich finde es nicht so schlimm und staune über deine riesige fetthenne und überhaupt über die wunderschönen farben und die blütenpracht, deinen garten finde ich sowieso wunderschön!!!
    vor jahren fand ich mal lila gut und habe alles auch so angestrichen, kann ich heute garnicht mehr nachvollziehen, nur im herbst toleriere ich es noch so einigermaßen gelassen, aber nur draußen, *grummel*!!!
    alles liebe, angie

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  6. Our gardens look similar at the moment Tanja. Although I think you have much more colour inside! I haven't been for a while due to the rain, but hopefully I find some time to visit this week. Your photo's make me want to go there!

    Happy week!

    Madelief x

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  7. Mensch, was sind das für tolle Rosenfotos, diese Farben, und der Hintergrund - hier ist momentan ständig der Wechsel zwischen Schwarz und Regen und Sonne und Regen.

    Ich finde die Wände nicht schlimm, sie sind doch so schön begrünt.

    Sigrun

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